Wichtige Kinderimpfungen auf einem Blick

Immer wieder diskutieren Eltern und vor allem Mamis untereinander zum Thema „Impfungen“. Ich impfe mein Kind wenn ich die entsprechende Impfung für sinnvoll erachte. Ich habe hier ein paar Infos zusammengetragen um euch die Entscheidung zu vereinfachen.

Bitte nicht verrückt machen. Viele Krankheiten beginnen mit einer Erkältung. Erst nach ca. einer Woche andauerndem Husten sollte man den Kinderarzt aufsuchen, oder natürlich nach eigenem Ermessen.

Masern

Masern könnten in Deutschland längst ausgerottet sein, wenn sich jeder gegen diese impfen lassen würde. Im Sommer 2013 ging wieder eine Masernwelle um und ca. 85% der betroffenen Personen waren nicht bzw. unzureichend dagegen geimpft. Deutschland hat sich gegenüber der WHO verpflichtet bis 2015 masernfrei zu sein

Die Ansteckung erfolgt durch Speicheltröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen

Woran erkenne ich Masern?
Der Infekt verläuft in zwei Phasen, beginnend mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten und Schnupfen. Es bilden sich kleine weiße Flecken auf der Wangenschleimhaut. Dann beginnt die zweite Phase. Dies zeigt sich durch einen roten und fleckigen Hautausschlag, welcher sich von den Ohren und Hals auf den gesamten Körper ausbreitet.

Komplikationen: Masern können zu Mittelohr- und Lungen-, im schlimmsten Fall zu Gehirnentzündung führen, die mit bleibenden Behinderungen einhergeht, dies betrifft ca. 1-10 von 100.000 Masernfällen.

Man kann Masern in dem Sinne nicht behandeln, man kann sich nur körperlich schonen, Bettruhe einhalten, sich in abgedunkelten Räumen aufhalten und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Wie kann ich mein Kind schützen?
Eine zweimalige Kombinationsimpfung, die sogenannte MMR-Imfpung (Masern, Mumps, Röteln) kann gegen den Infekt immunisieren. Die erste wird zwischen 11 und 14 Monaten gespritzt und die zweite zwischen 15 und 23 Lebensmonaten. Es gibt auch eine Impfung die zusätzlich noch Windpocken abdeckt, dies ist die sogenannte MMRV-Impfung. Es wird auch Erwachsenen die Impfung empfohlen die nach 1970 geboren wurden.

Kinderkrippen verlangen meist beim Eintritt eine Kopie des Impfpasses und U-Heftes um sicherzugehen, dass keine Epidemie in den Krippen ausbrechen kann und die Kinder ausreichend geschützt sind.

Mumps

Mumps oder auch „Ziegenpeter“ genannt tritt meist im Frühjahr und Winter auf, häufiger bei Jungen als bei Mädchen. Die genauen Zahlen in Deutschland sind nicht bekannt, da für diese Fälle keine Meldepflicht besteht. Grundsätzlich weiß man, dass in Europa die Zahlen aber rückläufig sind.

Die Ansteckung erfolgt durch einen Virus, der durch die Atemluft beim Sprechen, Husten und Niesen übertragen wird.

Woran erkenne ich Mumps?
Man bekommt die sogenannten „Hamsterbacken“, was bedeutet, dass sich die Ohrspeicheldrüsen entzünden und anschwellen.

Komplikantionen: Meist verläuft die Erkrankung im Kindesalter harmlos, kann jedoch im schlimmsten Fall zu Hörschäden und Hirnentzündungen führen. Infizieren sich männliche Jugendliche nach der Pubertät mit Mumps, so kann sich dies negativ auf die Zeugungsfähigkeit auswirken.

Mumps kann man nicht „behandeln“ man kann nur die Symptome lindern indem man kühlende Umschläge macht oder Schmerzmittel nimmt.

Wie kann ich mein Kind schützen?
Ebenfalls durch die zweimalige Kombinationsimpfung MMR oder MMRV (siehe „Masern“).

Kinderlähmung (Polio)

Sowohl Kinder als auch Erwachsene können an Polio erkranken. Acht Jahre lang galt Europa als poliofrei, jedoch traten in 2010 erneut Fälle auf. In Afrika, Asien und anderen Ländern mit teilweise niedrigem Hygienestandard ist Polio nach wie vor weit verbreitet. Vor allem Reisende können den Virus nach Deutschland einschleppen.

Ansteckung erfolgt durch eine Infektion mit Polio-Viren. Diese ist durch unzureichendes Händewaschen nach dem Toilettengang, verschmutztes Trinkwasser sowie durch Husten und Niesen möglich.

Woran erkenne ich Polio?
Man erkennt es an den grippeähnlichen Symptomen: Husten, Fieber, Kopfschmerzen. Zudem muss man Erbrechen und eine Nackenstarre tritt auf.

Im Krankenhaus muss man die Symptome auskurieren und Bettruhe wahren.

Wie kann ich mein Kind schützen?
Es gibt eine viermalige Impfung, mit 2,3 und 4 Monaten als auch zwischen 11 und 14 Monaten. Die Auffrischimpfung erfolgt zwischen 9 und 17 Jahren und natürlich vor Reisen in Länder in denen Polio auftritt.

Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten ist eine bakterielle, hochansteckende Infektion der oberen Atemwege. Circa 70% der Keuchhustenfälle treten bei Erwachsenen auf. Bei diesen verläuft die Krankheit zwar milder als bei Kindern, dauert allerdings auch länger, so dass die Ansteckungsgefahr gegenüber Säuglingen größer ist, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geimpft werden konnten. Für diese wiederum ist die Krankheit sehr gefährlich.

Die Ansteckung erfolgt über die Atemluft beim Sprechen, Husten und Niesen.

Woran erkenne ich Keuchhusten?
Kinder leiden unter starken Hustenanfällen, Atemnot, Heiserkeit, Schnupfen und möglicherweise auch Fieber und Erbrechen.

Komplikationen:
Die Bronchien können durch starke Hustenanfälle geschädigt werden. Weitere mögliche Folgen sind auch Lungen- und Mittelohrentzündungen. Bei Säuglingen kann es im schlimmsten Fall auch zu Atemstillstand kommen.

Keuchhusten kann man mit Antibiotika und Kortison behandeln.

Wie kann ich mein Kind schützen?
Ihr Kind kann durch eine viermalige Impfung geschützt werden. Diese erfolgt mit 2,3 und 4 Monaten sowie zwischen 11 und 14 Lebensmonaten. Die Auffrischimpfung erfolgt erst wieder zwischen 5 und 6 Jahren.

Röteln

Röteln heißen im Englischen auch „German Measles“ (deutsche Masern), da das Krankheitsbild erstmals von deutschen Ärzten beschrieben wurde.

Die Ansteckung erfolgt über die Atemluft beim Sprechen, Husten und Niesen.

Woran erkenne ich Röteln?
Sehr typisch für Röteln ist ein Hautauschlag mit roten Flecken. Zudem bekommt man Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Wie kann ich mein Kind schützen?
Ebenso wie bei Masern und Mumps impft man hier die Kombinationsimpfung MMR oder MMRV (siehe „Masern“). Zudem wird die Immunisierung für Frauen im gebärfähigen Alter empfohlen, vor allem bei unklarem Impfstatus oder die nur einmal oder überhaupt nicht geimpft wurden.

Windpocken (Varizellen)

Zu den häufigsten Kinderkrankheiten gehören die Windpocken. Über 90 Prozent aller Erwachsenen haben diese Infektion als Kind durchgemacht.

Die Ansteckung erfolgt über Windpocken-Viren die sich rasant beim Sprechen, Husten und Niesen sowie beim Kontakt mit den Bläschen verbreiten.

Woran erkenne ich Windpocken?
Windpocken sind deutlich an stark juckenden Hautausschlag und der Bläschenbildung erkennbar.

Komplikationen:
Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem und Neugeboreren können Lungen- oder Hirnhautentzündungen auftreten.

Ausschließlich mit Juckreiz stillenden Mitteln kann man Windpocken behandeln.

Wie kann ich mein Kind schützen?
Durch eine zweimalige Impfung zwischen 11 und 14 Monaten sowie zwischen 15 und 23 Lebensmonaten. Die Nachholimpfung erfolgt zwischen 2 und 17 Jahren, wenn das Kind zwischenzeitlich noch nicht daran erkrankt ist.

Quelle und weitere Infos auf www.wireltern.de.

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