Fahrradanhänger und -sitze,  Produkttests

Der Thule Chariot COUGAR 2 im Praxistest

Es ist schon wieder soweit. Die Temperaturen steigen und die Fahrräder werden wieder aus den Kellern geholt, daran hindert uns auch kein abendliches Gewitter. Wir haben zum Glück einen speziellen Fahrradkeller und einen Platz unter der Kellertreppe um Anhänger und Kinderwägen abzustellen. Das ist extrem viel wert, denn ich wüsste sonst nicht wo ich die ganzen Kinderfahrzeuge unterbringen sollte, der Keller ist bis unter die Decke vollgestapelt mit Kartons voller Kinderkleidung, Spielsachen, Baby-Utensilien und, und, und!

Den Anhänger hatte ich euch ja vor ein paar Wochen bereits vorgestellt. Felix neue „Kutsche“ ist der Thule Chariot COUGAR 2 zu dem ihr hier einen ausführlichen Bericht findet.
Ich hatte nun genug Zeit um ihn auf Herz und Nieren zu testen und muss sagen, eine klasse Investition, jedoch nicht für jeden. Wie schon erwähnt, steht der Anhänger bei uns im Keller unter der Treppe. Ich könnte ihn schlecht hinauftragen und bin daher froh über unseren Aufzug, JEDOCH passt er da wirklich gerade so rein. Man sollte also vorher ausmessen, ob man den Anhänger auch durch jede Tür und jeden Flur bekommt, denn sonst steht man vor einem Problem. Andere wiederum haben ein Fahrradhäuschen oder ähnliches vor der Haustür, welches das Rad und den Anhänger vor der Witterung schützt.

Gerade für diejenigen die täglich auf das Rad als Kindertransport angewiesen sind sollten sich gut überlegen zu welcher Transportmöglichkeit sie tendieren. Dadurch dass ich den Anhänger vor Wind und Regen schützen möchte, parke ich ihn immer wieder unter der Treppe. Die Befestigung und das Abmachen des Anhängers kostet mich jeweils um die 5 Minuten, da ich auch die Buggyräder immer wieder anbringen bzw. abklicken muss.
Prinzipiell ist das für mich kein Problem, vor allem da ich noch einen Fahrradsitz habe wenn’s schnell gehen muss, aber für den täglichen Gebrauch müsste ich mir was einfallen lassen.

In den letzten heißen Wochen bin ich fast jeden Tag ins Freibad gefahren und habe die Gelegenheit genutzt die Vielseitigkeit des Anhängers genauer unter die Lupe zu nehmen. Wenn man viel transportieren muss, was bei einem Freibadbesuch mit Kind fast unumgänglich ist, dann ist der Chariot COUGAR optimal. Man hat hinten ein so großes Gepäckfach in dem man alles mögliche unterbekommt. Allerdings muss man aufpassen dieses nicht zu überladen. Bei mir passte die ganze Badetasche mit Handtüchern, Badesachen, Spielen etc. rein, als auch die kleine Kühltasche.
Zu meinem Geburtstag konnte ich sogar ein Picknick für knapp 10 Leute darin transportieren. Wem der Platz trotz allem nicht reicht der kann sich auch noch einen extra Gepäckträger für das Dach des Anhängers besorgen, ich verzichte erstmal drauf und kann zur Not noch was in meinem Lenkerkorb unterbringen.

Auch Felix mag den Anhänger, er kann da drin in Ruhe chillen während ich fleißig strampel. Man merkt das Gewicht des Anhängers übrigens kaum während der Fahrt, das hätte ich nicht gedacht. Einzige Ausnahme: Starker Wind bei brütender Hitze. In diesem Fall kann man den Anhänger nämlich nicht zumachen, da sonst das Kind eingeht. Also muss man mit offenem Anhänger gegen den Wind fahren, was sich in etwa so anfühlt als würde man versuchen mit einem Fallschirm auf dem Rad voranzukommen.
Ich hatte das Szenario einmal, als wir auf der Flucht vor einem Sommergewitter waren, und ich kam mir vor wie in einem Mäuserad. Im kleinsten Gang kam ich schließlich GANZ langsam ans Ziel. 🙂

Was ich bei Temperaturen von über 30 Grad zudem zukünftig machen werde ist, ein Sonnensegel mitzunehmen. Ja genau die, die man sonst am Kinderwagen befestigt. Leider sind, sobald der Anhänger komplett offen ist, die Beine der Kinder ungeschützt und es wird ihnen schnell zu heiß, dafür sollte man vorsorgen.

Ebenfalls getestet habe ich den Anhänger als Buggyersatz und war positiv überrascht. Ich konnte problemlos alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, also Bus, Tram und U-Bahn. Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich unter der Woche unterwegs war und nicht zu Stoßzeiten. Mit einem solchen Gefährt und auch mit Kinderwagen tut man sich zu Stoßzeiten sowieso keinen Gefallen in München, und wahrscheinlich auch nicht in anderen großen Städten.
Der Wagen lies sich mit den Buggyrädern super manövrieren. Es war kinderleicht ihn zu schieben und das war für mich als Schwangere, mit einer riesigen Kugel vorne dran, wirklich optimal. Jetzt wo Felix noch alleine drin sitzt kann ich den Platz neben ihm sogar noch zweckentfremden und Taschen etc. daneben ablegen. 🙂

Einmal fuhr ich eben mit der Buggy-Version ins Freibad und mein Mann kam abends dazu. Als wir mit dem Auto heim wollten mussten wir feststellen, dass wir den Anhänger nicht ins Auto bekommen ohne die seitlichen großen Räder abzumachen. Die waren jedoch mit einem Klick entfernt, das ging fix. Zur Info: Wir fahren einen Škoda Roomster, nur dass ihr den Platz bei euch evtl. besser einschätzen könnt.

Fazit meines Tests

Für meine Zwecke, also die regelmäßige aber nicht tägliche Benutzung des Anhängers, hat der Thule Chariot COUGAR 2 den Praxistest bestanden. Vor allem wenn man nicht in den zwei heißesten Wochen unterwegs ist, hat man keinerlei Probleme bei der Benutzung. Da der Preis für einen solchen Anhänger nicht unerheblich ist sollte man sich vorher genau überlegen wann der Anhänger zum Einsatz kommt, wo er untergebracht werden kann, was damit transportiert werden soll etc.
Solltet ihr euch für einen Anhänger entscheiden, dann kann ich diesen Thule Chariot COUGAR in jedem Fall empfehlen, egal ob die Variante „1“ für ein oder die Variante „2“ für zwei Kinder.

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