Fincaurlaub auf Mallorca mit Baby und Kleinkind

Seit Donnerstag Abend sind wir zurück aus einem wunderbaren Fincaurlaub welchen wir über Fincallorca gebucht hatten.

Wir waren für 10 Nächte auf Mallorca. Hätte mir vor wenigen Jahren jemand gesagt, dass ich dort mit der Familie Urlaub machen würde, hätte ich ihm wahrscheinlich den Vogel gezeigt und gefragt „Wieso Mallorca, wenn es doch so viele andere schöne Inseln und Länder gibt?“. Damals hatte ich noch keine Kinder. DAMALS habe ich noch nicht fünf Mal täglich eine kurze oder längere Trotzphase erlebt. Damals hatte ich keine zwei Jungs, die meine volle Aufmerksamkeit forderten und immer hungrig waren.
Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst, was es bedeutet mit Kleinkind und Baby zu verreisen, hätte ich wahrscheinlich nochmals über meine Antwort nachgedacht. Auch nicht zu vergessen ist, dass damals die Terror-Situation nicht die war, die sie heute leider ist. Viele Länder wie beispielsweise die Türkei kommen daher aktuell für mich nicht in Frage.

Ja, es gibt sicherlich schönere Reiseziele als Mallorca, doch hätte ich gewusst wie schön manche Gegenden Mallorcas sind, wäre ich vielleicht auch ohne Kinder nochmals hingeflogen.
Ich war schon einmal dort, allerdings war ich damals 18 und wohnte mit einer Freundin in dem Haus ihrer Eltern, in der Nähe von Palma.

Günstig nach Mallorca fliegen

Geflogen sind wir diesmal mit Transavia. Bis zur Buchung hatten wir noch nie davon gehört, doch stellte sich heraus dass diese Billig-Airline gar nicht so schlecht ist. Vorab konnte ich sogar dem Service via Whatsapp testen, und meine Fragen wurden mir einwandfrei beantwortet. Natürlich ist man bei so einer Airline im allerletzten Terminal, aber das ist tragbar. Auch das Bordpersonal war unglaublich nett zu uns und den Kindern!

Einkaufen auf Mallorca – Alles für’s Baby!

Mit Kindern ist Mallorca ein schönes als auch praktisches Reiseziel. Ich hatte mich vorab ein wenig erkundigt. Was man ja weiß ist, dass viele Deutsche auf der Insel leben und Urlaub machen. Das hat die Insel in vielerlei Dingen geprägt.
So findet man dort in jeder größeren Stadt einen LIDL mit bekannten Produkten. In der Nähe des Flughafens gibt es sogar einen ALDI, keine 10 Minuten mit dem Auto entfernt. Besonders wichtig für mich war der Müller Drogeriemarkt, den man ebenfalls häufiger auf der Insel findet. (hier geht es zum Filialfinder)

Im Gepäck hatte ich nur eine Notfallration an Windeln und Brei. Wie geplant haben wir alles andere kurz nach der Ankunft in dem bekannten Drogeriemarkt besorgt. Es gab dort die Windeln der Eigenmarke als auch Pampers, zu normalen Preisen. Die Gläschen mit Babybrei gab es ebenfalls für ca. 1,10 € pro Glas. Der Mehrpreis war es mir wert das alles nicht mitschleppen zu müssen. Wie sich herausstellte, erhält man auch in jedem LIDL Babynahrung und Windeln, ähnlich wie hier.
Abgesehen von Windeln und Brei für den Max, landeten auch Sandspielsachen, ein Ball und ein paar Snacks im Einkaufswagen. Weiter ging es vom Müller zum ALDI, der nur wenige Meter weiter im gleichen Gewerbegebiet war. Hier deckten wir uns mit vielen lokalen Köstlichkeiten ein und packten das Auto richtig voll.

Diese Autovermietung kann ich NICHT empfehlen!

Das Thema Auto war auch so eine Sache…Prinzipiell ist so ein Ford Focus Estate eine super Sache, vor allem ist es ein richtig großes Auto für eine vierköpfige Familie, doch die Autovermietung über die wir gebucht hatten war eine Katastrophe.
Wir reisten an einem Montag an und landeten gegen sechs Uhr abends in Palma de Mallorca. Um kurz vor NEUN hatten wir dann tatsächlich die Schlüssel zu unserem Auto. Wieso erst so spät?

Wir buchten unser Auto über ein Vergleichsportal und landeten letztlich beim Anbieter GOLDCAR. Nach einem wirklich anstrengenden Flug, weil Felix vorher nicht geschlafen hatte, wollten wir einfach nur die Schlüssel und weiter zu unserer Finca. Falsch gedacht! Erstmal hieß es Nummer ziehen und anstellen. Max war glücklicherweise super drauf und ganz friedlich. Felix dagegen hatte natürlich Hummeln im Hintern, war total übermüdet und konnte keine Sekunde ruhig sein.

Nervlich waren wir wirklich schon an unserer Grenze. Als wir dann nach 25 Minuten endlich drankamen und erfuhren, dass sie nur eine VISA-Card mit der Kaution für das Auto belasten konnten und nicht unsere AMEX, waren wir auf 300. Den Mietwagen hatten wir online mit der AMEX bezahlt, auf der Checkliste des Anbieters stand „eine Kreditkarte mitnehmen“ und IRGENDWO im Kleingedruckten stand wohl, dass vor Ort nur VISA und MasterCard akzeptiert wird.
Ich hatte keine VISA (mehr). Mein Mann hatte zwar eine, doch da die Buchung auf meinen Namen lief ging es wohl nicht diese zu hinterlegen…sch*** System! NATÜRLICH konnte man auch die Buchung nicht umschreiben.

Das Ende vom Lied? Wir mussten, obwohl wir bereits eine Versicherung gebucht und bezahlt hatten, noch eine Versicherung vor Ort abschließen um keine Kaution hinterlegen zu müssen. Ich hätte zwar alles mit meiner EC-Karte bezahlen können, doch konnte man mir nicht einmal zusichern, dass ich die Kaution von 1.400 € auch wirklich wieder zurückbekomme. Das war mir dann doch etwas zu riskant.

Letztlich zahlten wir also für den Mietwagen mit zwei Kindersitzen – wirklich windigen Kindersitzen – etwas mehr als 500€ mit allen Zusatzkosten. Olé olé!
So wirklich willkommen auf Mallorca kam ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht vor.
Im Nachhinein haben wir auch noch ein paar Berichte im Internet gelesen, die uns ähnliche Abzocke-Maschen dieser Autovermietung aufzeigen. Unser Fazit: Nächstes Mal buchen wir lieber bei einer größeren Autovermietung wie SIXT etc. und hoffen auf einen besseren Service.

Fincaurlaub – Entspannter geht’s kaum!

Gegen kurz vor Elf waren wir dann endlich auf unserer Finca angekommen. Kurz zuvor trafen wir uns mit den Eigentümern in Manacor. Wir fuhren vom Treffpunkt aus hinter ihnen her und ließen uns von ihnen direkt zur Finca führen.
Dort angekommen waren wir, trotz der Dunkelheit und schlechten Sicht, schon begeistert. Das unglaublich nette spanische Paar führte uns herum, zeigte und erklärte uns alles.

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Alles war vorhanden. Die Küche war komplett eingerichtet. Wir hatten ein komplettes Geschirrset, Töpfe, Pfannen, Dinge wie Siebe, als auch einen Flaschen- und Dosenöffner. Die Küche verfügte über einen Gasherd (super sicher auch für mich als Skeptikerin), einen großen Kühl- und Gefrierschrank, eine Mikrowelle und sogar einen Elektroofen. Sogar ein paar Grundzutaten wie Salz, Pfeffer, Essig und Öl waren bereits vorhanden. Sogar ein kleines Willkommenspaket, bestehend aus regionalen Keksen, Wein und Schinken standen auf dem Esstisch.

Weiter ging es in die Schlafzimmer. Diese waren recht einfach gehalten, hatten allerdings alles was man brauchte; Frisch bezogene Betten, einen Deckenventilator mit Fernbedienung und Schränke um die Kleidung unterzubringen.
Sehr ansprechend war der Wohnraum als auch das Esszimmer, alles war eigentlich zusammen mit der Küche ein Raum, doch durch zwei oder drei Stufen immer wieder voneinander abgehoben. Die Einrichtung war sehr geschmackvoll und keinesfalls überladen. Alles war sauber und wir fühlten uns von der ersten Minute an sehr wohl.

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Der Außenbereich war das Highlight. Ich beginne gleich mit dem besten, dem Pool. Wir hatten einen eigenen Pool. Wie groß dürft ihr mich nicht fragen, denn ich bin mit Maßen nicht so gut. Ich kann euch nur soviel sagen, dass mir mit meinen 1,68m das Wasser bis zur Brust ging und ich problemlos meine Runden schwimmen konnte. Zu viert hatten wir noch immer sehr viel Platz im Pool, so dass meine Jungs auch immer etwas wilder wurden…auch, und vor allem, der große Papa!!!

Der Pool stand quasi auf einem Podest und war nur über Treppen zu erreichen. Alles war komplett neu gemacht und das merkte man auch. Ein Podest aus Stein, ein neuer Holzboden, neue Liegen und ein toller gepflegter Pool. Auf den offiziellen Bildern auf Fincallorca sieht man noch den alten Pool.
Ich bemerkte, dass bei dem neuen Poolbereich keine abschließbare Tür vorhanden war und merkte dies direkt an. Das Paar war sehr dankbar für den Hinweis und baute uns noch am nächsten Tag eine provisorische Tür ans Geländer. So waren wir sehr viel beruhigter. Gerade mit Kindern hat man nicht gerne eine frei zugängliche Wasserstelle im Garten.
Wir verriegelten zwar jeden Abend alle Türen, doch auch tagsüber konnten wir Felix so bedenkenlos um das Haus wandern lassen. Das war auch deswegen möglich, weil das gesamte Grundstück umzäunt war. Nur durch das Tor an der Einfahrt konnte man das Anwesen verlassen, und dieses war immer abgesperrt.

Fincaurlaub auf Mallorca mit Baby und Kleinkind

Ich muss dazu sagen, dass wir Felix – wenn wir ihn mal eine Minute nicht gesehen und gehört haben – immer direkt gerufen haben und nach ihm geschaut haben. Wir wollten einfach immer die Gewissheit haben, dass alles gut war.
Meist hat er sowieso auf der überdachten Terrasse gespielt. Die Terrasse wurde zu unserem Familienzentrum. Wir verbrachten den halben Urlaub dort. Felix breitete sein LEGO aus, Max genoss den Blick vom Ratansofa und spielte mit seinen Sachen, und wir Eltern saßen in den gemütlichen Stühlen am Gartentisch und genossen die Musik, die ländliche Ruhe und das ganze sommerliche Flair um uns herum.

Jeden Tag genossen wir ein ausgiebiges Frühstück im Freien und kochten meist noch einmal etwas am Nachmittag oder Abend oder grillten auf dem großen Grill, der Bestandteil einer Außenküche war. Zwischendrin ging es ein oder zweimal in den Pool, mal an den Strand oder wir machten einen Ausflug. Einen Tag waren wir in Alcudia und dann noch an der Playa de Formentor, einen Tag bei der „La Granja“ die sich allerdings erst mit größeren Kindern lohnt, und einmal war ich alleine auf dem Wochenmarkt von Artá.
Wir besuchten insgesamt drei verschiedene Strände, zu denen ihr hier meinen Erfahrungsbericht lesen könnt.

Mit dem Mietwagen waren wir super flexibel und das Straßennetz ist gut ausgebaut. Überrascht war ich auch über den wirklich guten Zustand der Straßen, bis auf die, die an kleinere verstecktere Strände führen, aber das war ja klar.

Alles in allem war der Urlaub wirklich klasse. Ich würde gerade mit kleinen Kindern ein Ferienhaus oder eine schöne Ferienwohnung auch immer einem Hotel bevorzugen. Felix konnte beispielsweise, noch während wir Erwachsenen frühstückten, aufstehen und anfangen zu spielen. Wir hatten somit die Möglichkeit in Ruhe das gute Essen zu genießen ohne gehetzt zu sein. Eben das wäre im Hotel wiederum der Knackpunkt gewesen, der jeglicher Entspannung ein Ende setzt.
Da die Finca sogar über eine Waschmaschine und einem Wäscheständer verfügte, konnte ich noch im Urlaub in Ruhe fast die komplette Wäsche nebenbei waschen und sie anschließend in der Sonne trocknen lassen. Nicht jeder möchte das, doch ich fand es wunderbar, nach Hause zu kommen und die Wäsche aus den Koffern einfach in den Schrank räumen zu können, ohne erst tagelang Wäsche zu waschen.

Ich komme sehr gerne wieder. Mallorca ist tolles Urlaubsziel für Familien mit Kindern, gerade wenn man als junge Familie noch nicht viel Reiseerfahrung hat.

Comments

  1. Katharina Haslbeck says:

    Hallo Melanie,
    Wie funktioniert das beim fliegen mit dem Kinderwagen? Unser Max ist 4 Monate alt und wir wollen in 6 Wochen nach Mallorca fliegen. Er kann bis dahin sicher noch nicht sitzen und deshalb brauchen wir die schale noch.
    Viele Grüße und danke für den hilfreichen Beitrag,
    Katharina

    • Liebe Katharina,
      genaue Infos hat die Fluggesellschaft, aber ich empfehle die Schale als Sondergepäck aufzugeben um sie vor Ort nutzen zu können. Einen einfachen Buggy kann man meist bis zur Tür des Fliegers mitnehmen, aber mit 4 Monaten wird euer Max noch nicht sicher sitzen können, daher würde ich ihn tragen und den Buggy ebenfalls als Sperrgepäck abgeben.
      Manche Airlines haben auch spezielle Plätze (vorne), wo man die Babyschale in einer Wandhalterung einrasten kann. Am besten ihr ruft mal dort an und fragt nach solchen speziellen Sitzen. Schick mir doch mal Deine Adresse per Mail, dann schicke ich Dir noch ein neues Exemplar „Fliegen mit Baby und Kleinkind“ zu, da stehen bestimmt noch ein paar hilfreiche Tipps drin.
      Liebe Grüße,
      Melanie

  2. AgnesR_92 says:

    Hallo, als allererstes mal besten Dank, dein Artikel ist super geschrieben und die Bilder machen richtig Lust auf Urlaub.. was würd ich dafür denn jetzt geben! Und das mit dem Kreditkarten-Problem wegen der Amex kenn ich nur zu gut. Gerade in Spanien, Italien und Co. hatte ich damit auch mal so einige Probleme mit der Akzeptanz. Jahre später hab ich mir mal ne Prepaid Kreditkarte geholt wegen der Sicherheit und wollte es einfach mal ausprobieren. Hat komischerweise mit der von Payangocard sogar besser geklappt als damals mit der Amex. Echt bitter eigentlich. Dein Link zum Filialfinder ist super hilfreich. Danke dafür! Ich hoffe es klappt endlich und mein nächster Urlaub geht auch mal wieder nach Malle. Ist einfach ein Traum!

  3. Das ist ein schöner Bericht der richtig Lust auf Urlaub mit Kind macht!
    Darf ich fragen in welcher Finca ihr genau gewesen seid? Ich finde die Angebote zu unübersichtlich und kann mich schwer entscheiden.
    Liebe grüße aus Schleswig-Holstein 😀

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