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Wir grooven uns ein und rocken jetzt zu viert!

Wahnsinn…ich kann es kaum fassen! Ich bin 28 und nun zweifache Mutter. Überglücklich und bis über beide Ohren verliebt in meinen wunderschönen frisch geborenen Sohn Max, der nun gerade mal 10 Tage alt ist. Bis dato konnte ich mir nicht vorstellen wie es sein kann, dass ich ein weiteres Wesen so sehr lieben könnte wie Felix, der jetzt bald drei Jahre alt wird. Und doch, trotz all meiner Zweifel, hatte ich plötzlich doppelt so viel Liebe zu geben wie bisher.
Felix und Max sind tagtäglich mein Sonnenschein, egal wie trist es draußen sein mag. Ich könnte sie den ganzen Tag knuddeln und knutschen, jedoch lässt der Felix das nicht mehr wehrlos mit sich machen, da profitiere ich aktuell von Max‘ völliger Abhängigkeit. 😀

Auch in meinen Mann habe ich mich in der Sekunde der Geburt noch einmal verliebt. Als ich meinen wunderschönen Sohn erblickte kamen mir die Tränen. Ich war so glücklich ein so hübsches und noch dazu gesundes Kind geboren zu haben, und zeitgleich dankbar für diese perfekte kleine Familie.
Ja, meine Hormone spielen noch immer verrückt. Erst vor wenigen Tagen hielt ich Max im Arm und die Tränchen kullerten, einfach so…vor Glück!

Wie alles passiert ist? An einem Mittwoch kurz nach dem Aufstehen war es soweit. Ein wenig wie im Film. Fruchtblase ist geplatzt, mein Mann sprintete mit Felix in den Kindergarten und kurz nachdem er zurück war kam auch schon der Krankenwagen um mich in die Taxisklinik zu kutschieren. Nachdem ich noch keine Wehen hatte durfte ich nach einer ersten Untersuchung auch schon spazieren gehen und Treppen steigen um das ganze Prozedere anzukurbeln.
Mein Mann und ich gingen spazieren, schauten immer mal wieder im Kreissaal vorbei, aßen etwas, gingen wieder spazieren bis nachmittags endlich die Wehen einsetzten. Nach Mitternacht war es dann soweit. Es war dank PDA, wie auch meine erste Geburt, recht „entspannt“, sofern man so etwas über eine Geburt sagen kann. Keine Horrorgeburt und somit auch keine Horrorstory die es zu erzählen gäbe!

Am Sonntag durfte ich dann nach insgesamt fünf Krankenhaustagen nach Hause. Schon die Zeit im Krankenhaus war für mich eine neue Erfahrung. Glücklicherweise ging es mir schon kurz nach der Geburt wieder sehr gut und ich war fit genug um mich durchgehend um Max zu kümmern. Das war bei Felix vor drei Jahren nicht der Fall, denn damals war ich auch nach zwei Tagen noch sehr schwach und musste die Hebammen bei jedem Aufstehen um Hilfe bitten.
Auch meine Zimmernachbarin diesmal war super nett. Wir konnten uns toll unterhalten und hatten beide zwei wunderbar ruhige und brave Söhne geboren die uns auch ein wenig Schlaf gönnten.

Noch am Tag der Geburt hat Felix seinen kleinen Bruder kennengelernt und spricht seitdem nur noch von „seinem“ Max.
Da wir nicht wussten wie er auf sein Geschwisterchen reagieren würde waren wir sehr erleichtert zu sehen wie liebevoll Felix von der ersten Sekunde an mit ihm umging. Klar ist es für einen dreijährigen „Raudi“ schwierig seine Kraft richtig einzuschätzen, aber schon nach wenigen Hinweisen unsererseits war er sehr vorsichtig. Felix gibt Max bei jeder ihm sich bietenden Gelegenheit Bussis und lächelt ihn an. Seitdem Max auf der Welt ist hat Felix nicht einmal Anstalten gemacht seinen Bruder wieder loszuwerden, im Gegenteil, er beschützt ihn schon jetzt wie es jeder großer Bruder tun sollte.

Trotz allem hinterließ die Umstellung ihre Spuren. Anfangs ließ Felix vor allem mich spüren dass ihm die neue Rolle zu schaffen macht. Auch an der Tatsache, dass ich vier Tage lang nicht daheim war, hatte er zu knabbern.
Wie soll man einem nicht mal dreijährigen Kind klar machen, dass die Mama im Krankenhaus bleiben muss, obwohl es ihr und dem Baby gut geht? Wir haben ihm mehrmals erklärt dass alles gut ist und ich und Max nur noch vom Doktor untersucht werden müssen, weshalb wir dort schlafen müssen.
Jeden Tag haben mein Mann und Felix mich besucht, teilweise auch mehrmals. Auch mir half das, da ich meine beiden Männer ebenfalls sehr vermisste, wobei ich natürlich durch Max und das ganze Krankenhaus-Tamtam genug Ablenkung hatte.
Mein Mann, und das hatte ich auch gar nicht anders erwartet, hat die Aufgabe wunderbar gemeistert und Felix während dieser Tage super beschäftigt um ihm die ganze Situation zu vereinfachen. Ich hatte daran keinerlei Zweifel, denn meine Jungs sind einfach ein klasse Team.

Nun, nach einer Woche gemeinsam zuhause, hat sich Felix schon wieder ganz gut gefangen. Er hat zwar immer noch seine Launen die teilweise recht anstrengend sind, aber wir meistern das ganz gut denke ich. Weiterhin muss er sich natürlich an die bestehenden Regeln halten, denn es soll sich ja nicht von einem Tag auf den anderen alles ändern. Im Gegenteil, es geht weiter wie bisher, nur dass wir im Moment schneller verzeihen und noch stärker als sonst auf ihn eingehen. Auch an die Tatsache, dass die Mama den Max stillt, und dass auch noch alle Nase lang, hat er sich ganz gut gewöhnt…bleibt ihm letztlich auch nichts anderes übrig.
Wichtig ist es vor allem, den Kindern alles zu erklären um ihnen diese neue Situation begreiflich zu machen.
Er wächst immer mehr in seine neue Rolle rein und wir sind super stolz auf unseren kleinen großen Mann!

Ich bin so gespannt wie die kommenden Monate verlaufen werden. Derzeit genießen wir jedoch jede einzelne Sekunde dieser spannenden neuen Zeit. Wir können gar nicht genug bekommen von unseren zwei Söhnen und sind jeden Abend, wenn Felix im Bett ist, noch mit „Baby-Watching“ beschäftigt wie auch damals nach Felix‘ Geburt. Es ist so entspannend das zu tun, denn diese kleinen Wesen strahlen eine so wunderbare Ruhe aus, das ist fast wie Wellness!

Ihr dürft euch auf viele Geschichten aus meiner Männer-WG freuen…in der ich nur noch „der geduldete Frauenanteil“ bin! 😉

eingewoehnung zweites kind mit kleinkind

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