Der Zauberwald am Hintersee – Eine tolle Wanderung mit Kindern im Berchtesgadener Land

Was macht man nach wochenlanger Hitze und Kindern die nach Bewegung lächzen? Die Jungs durften aufgrund der hohen Temperaturen jedoch nicht draußen im Garten spielen, sie hätten sich tatsächlich einen Hitzschlag geholt. Erst ab 19 Uhr war es in der Stadt einigermaßen erträglich.
Also machten wir uns mal wieder auf den Weg in die Berge. Wir wollten einen neuen Ort erkunden an dem, so versprachen es die Bilder, viel Schatten und Wasser für Abkühlung sorgen würden.

Das Berchtesgadener Land ist einfach wunderschön. Immer wieder wenn ich hier unterwegs bin, staune ich über die Schönheit der Natur, aber auch über die malerischen Dörfer durch die man hier fährt. Teilweise scheint die Zeit hier stehengeblieben zu sein, besonders in der Gegend kurz bevor man am Hintersee ankommt. Dies war das Ziel unseres Ausflugs. Genauer gesagt wollten wir in den Zauberwald am Hintersee. Der Name versprach einiges und ich wollte ebenfalls den Zauber spüren und hoffentlich eine Abkühlung erfahren.

Der Zauberwald am Hintersee - Wanderung und Ausflug mit Kindern

Das Navi führte uns zum Parkplatz Seeklause, an dem wir unser Auto gegen eine Gebühr abstellten und unsere Wanderschuhe schnürten.
Los ging’s vom Parkplatz weg in Richtung See. Der Weg startet an einer kleinen Brücke die über den See führt. Dort erblickt man schon einen kleinen Kiosk. An eben dieser Weggabelung liefen wir rechts entlang.

Schon nach wenigen Metern erblickt man den Ramsauer Achen, den Fluss der sich hier in den schönsten Farben durchs Bergmassiv schlängelt. Kristallklares Wasser in Türkis- und Grüntönen lädt direkt dazu ein die Schuhe auszuziehen und zu kneippen. Doch an der Stelle wollten wir noch ein wenig warten.
Aufgrund der Ferien und der Tatsache, dass wir an einem Sonntag dort waren, tummelten sich allerhand Touristen an dieser Stelle. So liefen wir weiter durch scheinbar hinabgefallene Steine und entlang der gut begehbaren Wege. Das Wasser war immer zu unserer Rechten und funkelte in der Sonne wunderschön. Der Schatten der Bäume war perfekt und dazu wehte ab und zu ein lauhes Lüftchen das uns immerhin die Hitze der Stadt etwas vergessen lies.

Nach ca. 20 Minuten kamen wir erneut an eine Weggabelung. Rechts ging es über eine Brücke und links tiefer in den Wald hinein. Da alle rechts gingen, hielten wir uns links und kamen schon nach wenigen Metern an ein kleines Bächlein, welches so flach war, dass es sich perfekt eignete um ein wenig mit Stöcken und Blättern zu spielen und die Kinder einfach mal machen zu lassen. Das Wasser war eiskalt und so erfrischten wir uns alle erst einmal indem wir unser Gesicht und die Arme benetzten. Herrlich ruhig war es hier und die Kinder hatten ihren Spaß!
Nach 10 Minuten ging es dann weiter und wir nahmen den Weg durch den Wald. Der Pfad führte hinauf bis zur nächsten großen Kreuzung. Links wären wir direkt zum Hintersee gelaufen, doch rechts versprachen wir uns mehr Wald und Schatten.

Tatsächlich waren wir hier fast alleine unterwegs und liefen bergab bis wir nach 20 Minuten wieder am Achen ankamen an dem wir dann auch erst einmal eine Pause einlegten und die Brotzeit genossen. Wir fanden ein perfektes Plätzchen dafür und die Kinder aßen seelenruhig ihre Brote und bewunderten das Wasser. Ein perfekter Moment in traumhafter Natur.

Wir liefen einen Rundweg und kamen am Ende wieder an die gleiche Weggabelung, an der wir uns diesmal für den Hintersee entschieden. Der Anblick war einfach der Hammer. Der See war wunderschön, leider jedoch etwas überlaufen für unseren Geschmack. Wir haben uns sagen lassen, dass dies wirklich nicht immer so ist. Unter der Woche und außerhalb der Ferienzeiten ist es besonders entspannt.

Im Restaurant Seeklause, direkt am Hintersee, legten wir einen weiteren Stopp ein und die Kinder genossen ein Eis. Von hier aus waren es lediglich weitere 15 Minuten zum Auto. Diesmal liefen wir am Ufer des Sees entlang, welches uns zwischendurch atemberaubende Blicke auf den See bescherte.

Ein wirklich fotogenes Ausflugsziel und perfekt für Familien. Felix mit seinen fast 6 Jahren ist die Strecke problemlos gelaufen und selbst Max mit fast drei Jahren lief zwei der drei Stunden die wir am Ende unterwegs waren, mit Brotzeit, Pausen etc. Diesen magischen Ort im Berchtesgadener Land kann ich euch wärmstens für eine Wanderung ans Herz legen.

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