Wanderung Siebenhütten – Eine tolle Tour mit Kindern im Tegernseer Land

Vor einigen Monaten machten wir unsere erste Tour des Jahres. Diesmal jedoch nicht alleine, meine Schwester und ihre Familie war auch mit dabei. Wir suchten nach einer einfachen Tour für Familien mit kleinen Kindern und stießen auf die Wanderung zur Siebenhüttenalm bei Wildbad Kreuth.

Wenige Tage später ging es los. Wir trafen uns am Wanderparkplatz Kreuth. Dieser ist wirklich groß und man sein Auto hier bequem abstellen. Die Gebühr von 2,00 € für den ganzen Tag finde ich ebenfalls in Ordnung, da man von hier aus direkt auf den Wanderweg gelangt ohne noch weitere Straßen überqueren zu müssen.

Die Kinder waren Feuer und Flamme und liefen schon mal voraus. Man startet in einem kleinen Waldstück und läuft einen geteerten Forstweg hinauf, nicht zu steil und auch nicht sonderlich lange. Oben angekommen erblickt man schon nach wenigen Metern das bekannte Wildbad Kreuth, welches man sonst oft nur im Fernsehen sieht.

Der Weg führt in einiger Entfernung daran vorbei, hin zu einem Hof, auf dem zu dieser Jahreszeit noch nichts los war. Die Jungs suchten sich Stöcke und wir genossen die Sonne und die Luft. Sowohl meine Schwester als auch ich schnallten uns die Kleinen auf den Rücken. In der Kraxe hatte Max den besten Blick und einen bequemen Sitz.

Erst ein paar Minuten von der Alm entfernt ließen wir auch die kleinen Jungs aus der Kraxe. Gemeinsam mit ihren Brüdern stampften sie durch den hier noch übrig gebliebenen Schnee. Wir fanden einen Popo-Rutscher, und ein Wilder nach dem anderen rutschte den kleinen Hügel am Wegrand hinunter. Der perfekte Start für die weitere Tour.

Die nächste halbe Stunde liefen wir durch ein lichtes Waldstück. Die Sonne zauberte die schönsten Kunstwerke auf den Waldboden. Mit Stöcken und voller Abenteuerlust versuchten die Jungs die auf dem Laubboden angefrorenen Eisplatten zu entfernen, gar keine leichte Aufgabe. Wir kamen nur zögerlich voran, doch Felix und sein Cousin hatten die größte Freude am Zerstören des Eisbodens.

Der Weg führte hinaus aus dem Wald, über eine kleine Lichtung, auf direktem Weg zur Siebenhüttenalm. Wir stapften tatsächlich noch durch den Schnee, denn diese Ecke lag durch die umliegenden Berge die meiste Zeit im Schatten.
Dort angekommen empfing uns jedoch die Sonne und ein paar trockene Bänke unter dem Vordach der zwei Hütten. Ein wunderbarer ruhiger Ort, denn besonders zu dieser Jahreszeit verirren sich nicht allzu viele Wanderer hierher. Wir aßen unsere Brotzeit und spielten anschließend mit den Kindern die bereits zu Beginn die Gegend um die Hütten auskundschafteten.

Die zwei Hütten stehen in der Nähe einer Brücke die über einen größeren Bach oder Flusslauf führt. Von oben schmissen wir den Schnee ins Wasser und etwas weiter runter, entlang des Wassers, fanden wir eine schöne Stelle an der die Kinder Steine werfen konnten und das Wasser vorbeirauschen sahen. Wir waren bestimmt eine Stunde mit den Kindern am Wasser. Sie waren begeistert von den ins Wasser platschenden Schneehaufen und genossen, wie wir auch, die Ruhe. Denn außer uns war niemand dort. Erst als wir kurz vor dem Rückweg zurück zur Hütte liefen um unsere Sachen zu holen, hatten sich ein paar weitere Familien und Paare einen Sitzplatz an der Hütte ergattert. Auch sie ließen sich von der Sonne wärmen und genossen ihre mitgebrachte Brotzeit.

Zurück ging es entlang des Flusses. Wir überquerten besagte Brücke und liefen am Wasser entlang. Der Fluss, die Hofbauernweißach, zog sich den kompletten Weg entlang und führte auf direktem Weg zum Parkplatz. Der Pfad ist mit kniehohem Schnee nur schwer machbar und war recht mühsam mit den Kindern. Zudem hatten wir keine Schneehosen an, weshalb wir versuchten die großen Schneemengen zu umgehen. Im Herbst, als auch im Frühjahr (ohne Schnee) ist die Strecke super. Im Sommer kann es hier doch recht heiß werden. Wer möchte kann natürlich statt diesem Weg einfach wieder den Weg durch den Wald zurücklaufen, welcher uns nach Siebenhütten geführt hat.

Das letzte Stück des Rundweges kommt man an der Herzoglichen Fischzucht vorbei, die wirklich wunderschön im Schatten des Waldes liegt. Hier kann man Sommer wie Winter fangfrischen Fisch genießen, wirklich jeden Tag, denn Ruhetage gibt’s hier nicht. Wer möchte, kann statt dessen auch ins Gasthaus „Altes Bad“. Wer keine Brotzeit dabei hat sollte sich jedoch vorab informieren ob diese geöffnet hat.

Die Wanderung war wirklich schön und auch für die kleinen Kinder nicht schwierig, bis auf den Schnee. Sie eignet sich für Kinder ab drei Jahren und ich würde trotzdem empfehlen die Kraxe mitzunehmen, das hat auch bei uns super funktioniert.

Anschließend sind wir noch zur Naturkäserei Tegernseer Land gefahren. Die Sonne bescherte uns noch zwei heiße Stunden und das an einem Tag im März. Wir liefen tatsächlich im T-Shirt herum und genossen Cappuccino, Kuchen, frische Buttermilch und eine deftige Brotzeit mit Speck und Käse. Die großen Jungs spielten währenddessen auf dem Spielplatz, und Max und mein kleiner Neffe neben uns an der Wassertränke, an der sich alle kleinen Kinder erfreuten.

Almwirtschaft Siebenhütten
83708 Kreuth (Maps)
Tel.: +49 8029 9975983

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