Hotel Hochschober – Unsere Erfahrung im Familientest

Es war die letzte Woche vor Felix’ Einschulung, und wir hätten diese fünf Tage und vier Nächte an keinem besseren Ort verbringen können. Das Hotel Hochschober in Kärnten versprach vieles und gehalten hat es noch mehr. Aber natürlich erzähle ich euch das alles im Detail, damit ihr euch auch ein Bild davon machen könnt.

Es war der 5. September und wir waren zuvor im Almdorf Reiteralm in der Steiermark. Somit hatten wir lediglich eine Stunde Anfahrt. Wir fuhren durch kleine Dörfer, größere Ferienorte und zuletzt die kurvigste Straße die ich je befahren habe. Das letzte Stück schlängelte sich zwischen zwei Bergen hindurch und ich war schon sehr gespannt was uns am Ende erwarten würde.

Das Hotel Hochschober liegt in Kärnten, jedoch direkt an der Grenze zur Steiermark. Der See, an dem das Hotel liegt, wird sogar von der Landesgrenze durchzogen. Ja richtig, das Hotel liegt an einem See, doch das besondere Detail dazu lest ihr weiter unten.

Hotel Hochschober - Unsere Erfahrung im Familientest

Unser Familienzimmer

An der Rezeption wurden wir sehr freundlich empfangen und nur zwei Minuten später wurde uns unser Zimmer gezeigt. Ein schönes großes Superior Stammhaus-Zimmer mit einem großen Doppelbett und einer Schlafcouch gegenüber, die schon für unsere zwei Jungs hergerichtet wurde.

Entlang des Eingangsbereichs zog sich ein großer Schrank, in dem mehr als genug Platz für all unsere Sachen war. Auch am Bett hatten wir Tische und ein ganzes Wandregal mit zusätzlichem Stauraum.

Und das Bad – in das hatte ich sofort mich verliebt. Ein wunderschönes modernes Bad mit zwei Waschbecken, einem großen Spiegel und einer abgehängten Decke mit Spots. Hinter der Duschwanne sorgte dunkelgrauen Steinwand für meine Reaktion. Sie wurde so toll beleuchtet, dass man denken konnte, das Bad läge tatsächlich direkt an der Felswand. Es war perfekt.

Ab in den Pool

Im warmen Bad warteten bereits die kuscheligen Bademäntel und Schlappen auf uns. Für Felix und Max lag auch jeweils ein kleiner Bademantel und bunte Kinder-Flipflops bereit. Besonders Max steht auf Flipflops, und obwohl sie ihm noch etwas zu groß waren, stolzierte er damit fünf Tage lang wie ein Pacha durch das Hotel wenn er zum Pool wollte.

Als wir unten den Spa-Bereich entdeckten waren wir begeistert, doch wussten zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, dass das nur die Spitze des Eisbergs war. Wir plantschten fröhlich im großen Indoor-Pool und genossen den warmen Sprudel im warmen Whirlpool direkt daneben. Die Kinder waren begeistert und genossen den Wasserspaß sichtlich.

Irgendwann ging es raus, dort warteten noch drei weitere kleine Pools auf verschiedenen Ebenen, stufenförmig angelegt. Jeder Pool war wirklich gut beheizt und verfügte über Sprudel wie im Whirlpool, mit verschiedenen Düsen. Der Pool auf der zweiten Stufe war besonders warm und der dritte, weiter unten, hatte ebenfalls Whirlpoolcharakter mit einem zusätzlichen Wasserfall den man anschalten konnte. Es war herrlich und der Ausblick auf den See und die umliegenden Berge grandios.

Das Highlight des Hotels ist jedoch ganz klar der Pool im See. Das Hotel Hochschober hat einen Pool im Turracher See gebaut, welches zwar durch das Wasser vom See gespeist, jedoch erwärmt wird. So kann man selbst bei eisigen Temperaturen in den warmen See-Pool springen. Jeden Tag sprangen wir mindestens einmal hier rein, einfach um mal eine Abwechslung zum Chlorwasser zu haben.

Die Seele baumeln lassen, oder auch „hochschobern“!

Auf dem Weg zum Seebad kommt man am kuscheligen Wellnessbereich vorbei. Zahlreiche bequeme Liegen die um einen riesigen Kamin stehen. Hier kann man, besonders wenn man mal ohne Kinder unterwegs ist, entspannt liegen und lesen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Das Spa hat auch einiges zu bieten, so gibt es hier zum Beispiel, neben den zwei Panorama-Saunen mit Seeblick, einen richtigen Hamam.

Leider bin ich nicht dazu gekommen diese Angebote zu testen, denn mit den Jungs waren wir fast ausschließlich im Wasser. Zwischendurch haben wir uns auch mal an der Snack-Bar bedient, an der es Obst, Gemüsesticks, Wasser oder auch Buttermilch und ähnliches gibt.

Genuss pur zu jeder Tageszeit

Ja, ich schwärme mal wieder, aber es war auch einfach zu schön im Hotel Hochschober.
Wer nicht wegen dem Spa hier ist, der ist ganz sicher wegen dem Essen gekommen. Ich träume immer noch vom reichhaltigen Frühstücksbuffet. Stellt euch eine ganze Wohnung voller verschiedener Essensstationen vor, dann habt ihr in etwa einen Eindruck von der Menge die man hier geboten bekommt. Zum Frühstück darf man zwischen verschiedenen Eierspeisen wählen die einem frisch zubereitet werden.

Ansonsten gibt es viel Obst (frisch und getrocknet), verschiedene Joghurts und Quarkzubereitungen, Müslis, andere Cerealien und verschiedenste frische Brote und Semmeln. Das ist jedoch nicht genug. Natürlich gibt es einen eigenen Bereich für die ganzen regionalen Wurst- und Käsespezialitäten mit frischer Butter vom Bauern und auch die Fisch-Fans kommen nicht zu kurz. Ich hätte hier bis nachmittags schlemmen können, doch ab mittags gibt es ja wieder andere Speisen.

Mittags bietet die Küche eine kleine Auswahl an warmen Speisen und Salat, perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch. Herzhafte Suppen und verschiedenste Gerichte wie Spätzle mit Fleisch, Fisch oder ähnliches wird serviert. Es gibt auch immer auch vegane bzw. vegetarische Alternativen.

Abends geht der Genuss weiter. Neben einem Vier- bis Fünf-Gänge-Menü, kann man selbst noch aus verschiedensten Speisen wählen. Am Buffet gibt es Salate, leckere Vorseisen, Brot und Aufstriche.

Zum Abschluss bekommt man die besten Nachspeisen überhaupt oder man bedient sich aus einer Auswahl süßer Speisen am Buffet. Nach dem Prinzip „Käse schließt den Magen“ kann man nach Herzenslust Käse in allen Sorten genießen. Bei mir gab es beispielsweise frischen Bergkäse mit Feigensenf, das müsst ihr unbedingt probieren.

Wir konnten nicht widerstehen, das Essen war einfach zu gut. Am letzten Abend gab es sogar ein Küchenbuffet. Hier durften wir durch die Küche laufen, Schnaps trinken und bekamen die Speisen direkt von den Köchen präsentiert. Regionale Küche mit Knödeln, Würschteln, leckerem Backhendl und vielem mehr. Ich musste mir allerdings Platz im Magen lassen, denn im Buffetbereich wartete das größte Dessertbuffet das ich je gesehen habe.

Es war wie im Schlaraffenland. Ich kann gar nicht alles aufzählen, aber die Bilder sprechen für sich.

Familiär, gemütlich und doch modern

Wohlbefinden wird im Hochschober großgeschrieben. Nicht ohne Grund hat das Hotel ein Verb erfunden, das „hochschobern“. Immer wenn es um Genuss oder Wohlbefinden geht, kann man es mit „hochschobern“ am besten beschreiben.

Ich würde am liebsten auch direkt wieder hochschobern, denn willkommen fühlt man sich hier ab der ersten Minute. Selten wird man so familiär behandelt wie in diesem Hotel. Alle können hier sie selbst sein, ohne Ausnahmen. Egal ob Pärchen, Alleinstehende oder Familien, alle fühlen sich wohl und das merkt man. Die Gäste lächeln, sind freundlich und genießen die Auszeit sichtlich.

Obwohl es kein Familienhotel ist, wurde doch an alles gedacht und wir haben jeglichen Komfort genossen, einschließlich einer fantastischen Kinderbetreuung in einem toll gestalteten Kinderclub mit Baumhäusern, Kletterwand und Spielsachen bis zum Abwinken. Die Kinder fühlten sich vom ersten Moment an wohl und hatten großen Spaß im Kidsclub. So konnten wir Eltern in Ruhe zu Abend essen und die Kinder hatten auch mal elternfreie Zeit.

Die Familien Leeb und Klein schafft es die Moderne mit der Tradition zu kombinieren, ebenso wie sie oben in den österreichischen Bergen einfach verschiedenste Kulturen vereint und die Gäste daran teilhaben lässt.

Multikulturelle Highlights auf dem Berg

Bereits 1998 eröffnete im Hotel Hochschober der erste Hamam in den Alpen. In Sultans Gemach kann man sich rundum verwöhnen lassen und der Hamam Meister weiß genau wie das geht. Anschließend kann man in orientalischer Athmosphäre entspannen und einen Tee genießen.
Die Geschwister Barbara und Peter Leeb bereisten einige Länder, und China mehrmals.

Die Teekultur prägte sie und so wurde 2005 tatsächlich ein Chinaturm im Anwesen des Hotel Hochschober eröffnet. Auf vier Stockwerken wird allerhand geboten. Im obersten Stockwerk kann man in authentischer Atmosphäre einen Tee genießen und den Blick auf den See genießen. Neben Yoga werden auch regelmäßig Tanzkurse und andere Workshops in den Räumlichkeiten des Turms geboten.

Wandern und aktiv sein

Ich liebe gutes Essen und Entspannung, doch irgendwann zieht es mich immer raus in die Natur. Wenn dann noch das Hotel oben auf dem Berg steht, inmitten traumhafter Natur, dann gibt es kein Halten mehr. Ich war fast jeden Tag wandern. Meine erste Tour führte Felix und mich vom Turracher See etwas weiter zum Grünsee und von dort aus durch den Wald bis zum Schwarzsee. Nachdem die Wolken über uns immer dunkler wurden, kehrten wir in der Sonnalm Hütte ein. Plötzlich schüttete es aus Eimern und verbrachten wir etwas mehr Zeit dort als geplant, tranken ein Skiwasser, aßen Apfelstrudel und spielten UNO, eine Leihgabe der netten Wirtin.

Am Tag vor unserer Abreise schnappte ich mir nach dem Frühstück die Kraxe und ging diesmal mit Max auf den Berg, während Felix mit dem Papa fischen durfte. Während die großen Jungs die Angel schwangen, genossen wir die frische Luft und starteten unsere Tour am Schwarzsee. Ein fantastischer Anblick. Das umgebende Moor schafft eine ganz eigene Atmosphäre. Wir liefen erst ins Weitental hinein um dann zu merken, dass diese Tour wohl doch etwas zu lang werden würde. Somit ging es hinauf auf den Gipfel des Schoberriegel. Ganz hoch kamen wir nicht, dafür waren mir die Wolken die wieder aufzugen zu dunkel.

Ich war noch voller Energie und Max war auch bestens gelaunt und trällerte mir die Ohren voll, also liefen wir noch durchs Moor, vorbei an der Karlhütte, dem Grünsee, bis wir nach ganzen drei Stunden wieder am Hotel angelangen. In der Region gibt es noch so viele andere Wandermöglichkeiten, doch direkt vom Hotel aus starten, und das Auto auch mal stehen lassen zu können ist fantastisch!

Wer je im Hotel Hochschober war, weiß was hier geboten wird. Wir wissen guten Service sehr zu schätzen und dieser hier war außerordentlich gut. Wir genossen die vier Tage und waren letztlich rundum erholt, und genau das macht ein tolles Hotel aus.

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