Allgemein,  Nützliche Tipps für Familien

Rund um die ersten Zähne

Bei Felix haben wir immer noch das Problem, das er nicht Zähne putzen möchte. Wir müssen uns meist irgendwie zu den Beißerchen durchkämpfen, aber Ausnahmen werden nicht gemacht. Was jetzt im Moment hilft ist, wenn er einem von uns Eltern parallel die Zähne putzt. Mal sehen wann das besser wird.
Hier für eich mal ein paar Infos zum Zahnen und zu den Milchzähnen.

Wissenswertes

Bereits vor der Geburt wird der Grundstein für die gesunden Zähne des Kindes gelegt. Eine kalzium- und vitaminreiche Ernährung der Mutter sorgt dafür, dass das Kind im Mutterleib mit den für ihn so wichtigen Mineralien versorgt wird.

Die ersten Anzeichen

Das Zahnen ist von Kind zu Kind verschieden. Bei manchen äußert es sich sehr stark, bei anderen kaum oder gar nicht.
Manche Babys haben keinen Appetit mehr, leiden unter Schlaflosigkeit, bekommen rote und heiße Wangen und sind generell quengeliger als sonst. Zudem sabbern die Kinder viel und nehmen alles in den Mund was sie finden können, oft auch die eigenen Finger. Es gibt spezielle Beißringe mit kleinen Noppen auf denen sie gerne rumkauen. Gerade die Noppen reiben etwas und stillen den Juckreiz und fördern die Durchblutung des Kiefers.
Bei manchen Kindern können auch vermehrt Hautauschläge und generell Reizungen vorkommen. Auch ein wunder Popo kann ein Anzeichen für das aktuelle Zahnen sein. Das Immunsystem ist in dieser Zeit generell etwas geschwächt, womit Kinder auch häufiger unter Fieber und Erkältungen leiden können. Bei Fragen und Unsicherheit kann man sich jederzeit auch an den Kinderarzt wenden.

Wie kann man die Zahnungsschmerzen lindern?

Man kann den kleinen Zwergen leider nicht den Schmerz abnehmen, aber helfen ihn zu lindern oder sie davon abzulenken. Hier ein paar Tipps die euren Kindern gefallen werden:

  • Ein Zahnpflege-LernsetDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen hilft den Kindern oft, mit den Gummilamellen das Zahnfleisch zu bearbeiten und somit die Schmerzen und das Jucken zu lindern. Zudem ist es eine gute Vorbereitung auf das anschließende Zähneputzen.
  • Ein solcher Kühl-BeißringDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen ist ebenfalls klasse und hilft den Babies zumindest immer kurzzeitig über den Schmerz hinweg. Man legt den Ring einfach vorher in den Kühlschrank. Auch ungekühlt gefällt es den Kindern darauf herumzubeißen.
  • Solange das Zahnfleisch nicht entzündet ist kann man Kindern auch einen Löffel geben oder ein wenig mit den Fingern das Zahnfleisch reiben, das gefällt den Zwergen, und hilft zumindest etwas.
  • Kinder, ab ca. 6 Monaten, können auch gerne auf Zwieback oder härterem Schwarzbrot kauen. Das Ende eines Brotlaibs eignet sich hervorragend und den Babys schmeckts.
  • Oftmals kann auch schon ein einfacher SchnullerDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen helfen, den Schmerz einzudämmen. Nicht umsonst heißen sie auch BeruhigungssaugerDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen. Kinder kauen auf dem weichen Silikon oder Kautschuk herum und beruhigen damit das Zahnfleisch und auch sonst werden sie oft ruhiger und entspannter. Immer darauf achten, dass der Schnuller auch kiefergerecht ist und dem richtigen Alter entspricht!
  • Auch spezielles Zahngel kann man benutzen, allerdings soll man dieses maximal sechs Mal am Tag anwenden. Besonders beim Stillen sollte man vorsichtig sein. Das Gel betäubt etwas die eingeriebene Stelle und kann auch teilweise die Zunge und andere Partien leicht betäuben. Stillkinder werden Probleme mit dem Saugen haben und auch die Brustwarze kann leicht betäubt werden. Man sollte zumindest 20-30 Minuten bis zur nächsten Stillmahlzeit abwarten.

Reihenfolge der Zähne

Insgesamt 20 Milchzähne bekommen die Kinder. Meist sind die Zähne bis zum 3. Geburtstag voll ausgewachsen. Prinzipiell folgt auch die Bildung des Kiefers und das Wachsen der Zähne einem Muster. Trotzdem kann es sein, dass es etwas von dem Schema auf dieser Grafik abweicht.
Die Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen

Ab wann putzt man?

Mit dem Zähneputzen beginnt man bereits ab dem ersten Milchzahn.
Spätestens sobald dieser ein paar Millimeter herausgewachsen ist sollte man die Kinder an die Prozedur mit der Zahnbürste gewöhnen. Vor dem Durchstoßen kann man den Kindern auch schon ab und zu eine Zahnputz-TrainingsbürsteDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen anbieten, natürlich immer nur unter Aufsicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es mit dem richtigen Putzen schwierig werden kann, aber es lässt sich nicht umgehen. Viele Kinder sträuben sich dagegen, es gibt jedoch verschiedene Methoden um die Kinder spielerisch an das Thema heranzuführen.
Man sollte besonders dann äußerst vorsichtig putzen, wenn die Kinder Schmerzen haben. Besonders in der Phase in der sich die neuen Zähne durch das Zahnfleisch bohren kann jede leichte Berührung weh tun. Immer auf die Anzeichen achten und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.

Wie putzt man richtig

In jedem Drogeriemarkt findet man eine große Auswahl an ZahnbürstenDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen. Bis zu 2 1/2 bis 3 Jahren sollte man noch die herkömmlichen Zahnbürsten benutzen, ab dann kann man auch auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen, bzw. diese zusätzlich nutzen.
Bei Babys und Kleinkindern empfiehlt sich eine erbsengroße Portion Kinder-Zahncreme. Es ist nicht schlimm, wenn die Kinder diese essen statt sie auszuspucken, das klappt anfangs noch gar nicht und sie mögen den süßlichen Geschmack. Um ihnen die Prozedur zu verschönern kann man ihnen zeigen wie die Erwachsenen sich die Zähne putzen, ein gemeinsames Zahnputzlied einstudieren oder sich gegenseitig die Zähne putzen. Zusätzlich kann man auch eigene kleine Rituale erfinden wie z.B. das man im Bad Musik dazu hört. Andere erzählen auch gerne vom Zahnmonster oder Zahnteufelchen, welches kommt wenn die Zähne nicht geputzt werden.
Versucht einfach mal, was bei euch am besten funktioniert. Zusätzlich kann man auch noch Kinderbücher zum Thema Zähne putzenDie Reihenfolge der Milchzähne und Tipps gegen die Schmerzen besorgen, dann sehen die Kinder, dass das etwas ganz normales ist und jeder Zähne putzen muss.

Bei der Technik sollte man sich generell immer an KAI halten – „Kauflächen – Außenflächen – Innenflächen“ – damit liegt man immer richtig. Erwachsene und größere Kinder putzen nach der Bass-Technik. Nicht vergessen regelmäßig die Zahnbürste zu wechseln, alle 6 bis 8 Wochen, das ist besonders wichtig.

Worauf sollte man sonst noch achten?

Prinzipiell wird von Experten besonders empfohlen, nicht Löffel etc. mit Kindern zu teilen, da man seine eigenen Bakterien somit an die Kinder weitergibt. In der Praxis ist dies meiner Meinung nach schwer umzusetzen. Oftmals lässt man das Kind probieren oder teilt sich ein Getränk aus ein und dem selben Glas. Trotz allem gibt es ein paar Möglichkeiten das Kind vor Karies zu schützen, zusätzlich zu dem regelmäßigen Zähneputzen.

  • Kinder sollte man von Anfang an daran gewöhnen Wasser zu trinken. Das zu häufige Trinken von zuckerhaltigen Getränken verursacht frühzeitig Karies, oft schon im Milchzahn-Alter.
  • Nicht nur Süßigkeiten, auch Kindernahrung wie Breie, Kinderjoghurts, spezielle Fruchtriegel etc. beinhalten bereits Zucker bzw. Fructose. Daher auch hier immer die Menge limitieren und abends gründlich putzen.
  • Sollte das Kind mit Schnuller schlafen, dann nach dem abendlichen Zähneputzen einen neuen sauberen Beruhigungssauger bereitlegen, ansonsten gelangen sofort wieder schädliche Bakterien in den Mund.

Wann steht der erste Besuch beim Zahnarzt an?

Manche raten, das Kind bereits mit 1 1/2 Jahren schon einmal zum Kinderzahnarzt zu bringen. Dann sollte allerdings keine aufwändige Kontrolle eingeplant werden, sondern nur eine kurze Untersuchung, um das Kind schon einmal an den Ablauf und an die Atmosphäre zu gewöhnen. Wenn euch irgendetwas ungewöhnliches auffällt, dann geht lieber zu früh zum Zahnarzt als zu spät. Spätestens mit drei Jahren sollte man mit dem Kind dann mal zum Zahnarzt gehen. Es gibt wirklich viele gute Ärzte die genau auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Wenn ihr nicht zufrieden seid, dann einfach wechseln, das ist euer gutes Recht und die Kinder werden es euch danken!

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