Ceviche
Fast wie ein Salat, mit viel Limette, feiner Passionsfrucht und dieser herzhaft-sauren und leicht süßen Note. Unfassbar gut! Das Geheimnis liegt in der besonderen Zubereitungsart: Der rohe Fisch wird durch die Säure der Limetten quasi "gekocht", ohne dass auch nur ein Grad Hitze ins Spiel kommt. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn die Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und den Stangensellerie dünste ich hier noch in Olivenöl. Theoretisch könnte man aber auch mit rohen Zwiebeln arbeiten.
Die Säure verändert die Proteine des Fisches und macht ihn wunderbar zart und aromatisch.
Portionen 4 Portionen (Vorspeise)
- 500 g Dorade frisch (sonst Kabeljau)
- 1-2 rote Zwiebeln in feine Ringe
- 2 Stangen Frühlingszwiebeln in feine Ringe
- 2 Stangen Staudensellerie ohne Fäden, in Stücken
- 3 Limetten Saft
- 1 Chilli fein gehackt (weniger, wenn sehr scharf)
- 3 Maracujas
- 1-2 Zehen Knoblauch gehackt oder gerieben
- gutes Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Die magische "Leche de tigre":
Nun „Leche de tigre" mischen, also den Limettensaft, mit Chilli und Salz. Den Fisch würfeln und zur Mischung hinzugeben. Durch die Säure des Limettensafts denaturiert das Eiweiß und gart ähnlich wie beim Kochen, allerdings wird der Fisch dabei nicht erhitzt. Der Fisch wird nun in der Mischung für 30 Minuten kühl gestellt.
Finale Zusammenstellung:
Den Fisch aus der Kühlung nehmen, mit einem Sieb die „Leche de tigre" auffangen und zur Maracuja-Mischung geben. Der Fisch selbst kann ebenfalls angerichtet werden. Die Sauce nun gut verrühren, ein letztes Mal würzen und über den Fisch geben. Garniert wurde bei uns nur noch mit getrockneten, essbaren Blüten.